Geplanter Solarpark Ruthwiese
Bei der Auswahl der Standorte wurde neben vielen anderen Gesichtspunkten auch berücksichtigt, dass nicht alle Flächen auf einer Gemarkung nebeneinander liegen und damit nur einige wenige Landwirte Produktionsmöglichkeiten verlieren, sondern dass sich die Standorte auch über die Gemarkungen der Ortsteile verteilen.
Aktuell ist die Realisierung aber zurückgestellt, da es für den Strom von diesem Standort noch keinen Abnehmer gibt. Im Gegensatz zu den anderen Standorten Katzental in Gottmadingen und Vorräzen in Ebringen besteht hier keine Chance auf eine EEG-Vergütung. Dieser Park liegt dafür zu weit von Autobahnen oder Bahnlinien entfernt.
Aktuell laufen verschiedene Gespräche mit regionalen Firmen mit dem Ziel einen sogenannten PPA-Vertrag (power purchase agreement) abzuschließen. Mit diesen Verträgen werden direkt zwischen den Erzeugern regenerativer Energie und den Abnehmern, meist Industriebetrieben aber auch Stadtwerken und Energieversorgern, langfristige Direktlieferungen vereinbart. Ohne eine solche feste Zusage ist aktuell die Realisierung dieses Standorts noch nicht möglich.
Sobald wir hier einen entsprechenden Vertrag haben werden wir auch diesen Park ausschreiben und bauen.

Der geplante Solarpark Ruthwiese in Zahlen
Alle oben genannten Zahlen treffen zu, falls der Park gebaut wird!
Berechnungsgrundlagen:
- Bei der Berechnung der Stromproduktion gehen wir von einer konservativen Annahme von 1.000 kWh je installiertem kWp Leistung und Jahr aus.
- Bei der CO₂-Vermeidung haben wir mit einem Netto-Vermeidungsfaktor durch den Bau der Photovoltaikanlage von 690 Gramm CO₂-Äquivalente/kWh gerechnet (Quelle Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/photovoltaik#%C3%96kobilanz).
- Bei der Zahl der versorgten Haushalte haben wir mit einem jährlichen Stromverbauch eines durchschnittlichen 3-Personenhaushalts gerechnet. (Quelle Statistisches Bundesamt, verfügbare Daten für 2021 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/UGR/private-haushalte/Tabellen/stromverbrauch-haushalte.html).
- Alle Berechnungen beziehen sich nur auf den Stromverbrauch. Bei einem durchschnittlichen Gesamt-CO₂-Fußabdruck eines Bundesbürgers (m/w/d) nach Statistischem Bundesamt von rund 10,4 t CO₂-Äquivalenten würden die Anlagen den CO₂-Ausstoß von 456 Gottmadingerinnen oder Gottmadingern komplett (also nicht nur stromseitig betrachtet) ausgleichen. (Quelle Statistisches Bundesamt, verfügbare Daten für 2025: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1275275/umfrage/treibhausgasbilanz-pro-person/).
Belegungsplan
Für den Fall, dass dieser Park gebaut werden wird, wird er aus zwei Teilflächen bestehen, einer kleineren westlich des Verbindungswegs von Randegg nach Petersburg und einer größeren östlich davon. Das sehr flache Gelände bietet sich sehr gut für eine Ost-West-Ausrichtung bei beiden Teilflächen an.
Im Gegensatz zu den ursprünglichen Überlegungen sollen die Module nicht wie bislang üblich in Dachform aufgestellt werden, sondern bilden eine V-Form. So sollen zu dunkle Bereiche unter den Modulen vermieden werden. Mehr Licht unter den Modulen bedeutet auch eine artenreichere blühende Wiese und verbessert die Ökobilanz.
Der Park wird mit drei Trafostationen und, je nachdem welches Fabrikat am Ende zum Einsatz kommt, mit circa 16 Wechselrichtern erschlossen. Zudem ist ein Standort für eine spätere Nachrüstung mit einer Batterie vorgesehen. Sowohl die Trafos als auch die Standorte der möglichen Batteriespeicher sind jeweils im Norden der östlichen und westlichen Teilfläche angeordnet. Das Gelände steigt von der Biber her leicht an und mit zunehmendem Abstand reduziert sich die Gefahr für diese elektrischen Schaltanlagen bei einem möglichen Hochwasser.
Der Stromanschluss für diesen Standort ist mit einer Leitung, die parallel zu Biber nach Osten verläuft, geplant. Im Wiesental wird sie an der dort vorhandenen Brücke den Riederbach kreuzen und dann an die große Mittelspannungszuleitung, die Gailingen versorgt, nahe der Straße nach Murbach angeschlossen werden.
Den aktuell für einen möglichen Bau angedachten Belegungsplan kann man hier als PDF herunterladen.


































